Ab wann darf ich Sex haben?

Zunächst einmal ist es ganz wichtig, dass im Strafgesetzbuch steht, dass niemand gegen seinen Willen zum Sex gezwungen werden darf.
Wenn Du und dein Partner unter 14 seid und ihr miteinander schlaft, hat das keine Folgen für euch. Ihr seid noch straffrei und eure Eltern für euch verantwortlich. Wenn du unter 14 bist, dein Partner aber älter, dann ist das strafbar, auch wenn du selbst die Initiative ergreifst. Wenn du zwischen 14 und 16 bist, und dein Freund über 21, dann ist das strafbar, wenn jemand Anzeige erstattet. Bei "geringem Strafrecht", wenn ihr etwa eine Liebesbeziehung habt, dann ist auch das nicht strafbar.

Generell ist also fast alles gesetzlich in Ordnung, wenn ihr über 14 seid und wirklich alles ist erlaubt, wenn ihr über 16 seid. Eine andere Frage ist die der Reife: Sex vor diesem Alter solltet ihr wirklich gründlich überdenken und nichts überstürzen.

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Analverkehr

Beim Analverkehr führt der Mann seinen
Penis in den After seiner Partnerin/ seines Partners ein. Analverkehr ist "Geschmackssache". Manche Menschen finden allein diese Vorstellung einfach eklig, für andere ist es schlichtweg eine geile Fantasie oder eben eine hin und wieder gern ausgeübte Technik.

Beim Analverkehr ist die Gefahr einer Ansteckung mit
AIDS oder anderen Krankheiten extrem hoch, da es leicht zu kleineren Verletzungen oder fast unsichtbaren Rissen im After kommen kann, durch die Erreger in den Körper des Partners gelangen. Also auf jeden Fall immer einKondom benützen!!! Alles andere wäre komplett verantwortungslos!

Beim Analverkehr mit einem Mädchen ist außerdem sehr wichtig, dass der Junge, nachdem er in den After eingedrungen war, keinesfalls gleich danach in die
Scheide eindringen darf. Der Penis muss vorher gereinigt bzw. ein frisches Kondom muss übergezogen werden. Andernfalls kann es beim Mädchen durch die Darmbakterien zu schlimmen Unterleibsinfektionen kommen.

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Angst vor dem ersten Mal

Dein Herz klopft wie wild, in deinem Bauch tummeln sich 1000 Schmetterlinge und du willst nur noch eines: Deinem Freund/deiner Freundin so nah wie noch nie zuvor sein, zum ersten Mal mit ihm/ihr schlafen. Doch plötzlich machen sich da so unangenehme Gedanken breit: "Mache ich auch alles richtig?", "Und wenn ich mich total blöd anstelle?".

Solche Hirngespinste sind völlig verständlich, schließlich hattest du noch nie "richtigen Sex" und weißt gar nicht, wie sich das anfühlt und was du machen sollst. Die Mädchen haben meist große Angst davor, dass es weh tun könnte, wenn der Junge in sie eindringt. Und viele Jungs haben Schiss, dass sie zu früh kommen oder im Gegenteil vor lauter Nervosität die
Erektion nachlässt.

Deshalb musst du dir gar keinen Kopf darum machen, dass du dich bei deinem Partner blamieren könntest. Beim ersten Sex sind beide wahnsinnig aufgeregt und beide machen sich eine Menge Gedanken. Wenn euer Partner jedoch schon "erfahren" ist - noch besser: Er wird sich garantiert noch an sein erstes Mal erinnern und wird dann wissen, wie du dich gerade fühlst!

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Blümchensex

Eine gängige Definition für den Begriff "Blümchensex" gibt es nicht. Allgemein versteht man darunter aber sehr zärtlichen und einfühlsamen Sex. Dazu gehören Kuscheln und Schmusen, aber auch
Petting. Auch Geschlechtsverkehr ist dabei nicht ausgeschlossen.

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Dildo

Der Dildo ist das wohl bekannteste Sexspielzeug. Er ist eine künstliche Nachformung des männlichen steifen Glieds und wird auch Massagestab genannt. Der Dildo hat eine lange Tradition. Bereits die alten Ägypter kannten solche Sex-Spielzeuge aus Ton. In Sex-Shops gibt es heute Dildos in verschiedensten Größe, Farben und Formen zu kaufen. Batteriebetriebene Dildos, die vibrieren oder sich drehen werden auch Vibratoren genannt. Dildos werden häufig von Frauen zur
Selbstbefriedigung genutzt. Einige Paare benutzen Dildos auch beim Liebesspiel.

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Entjungferung

Mit Entjungferung (auch "Defloration" genannt) bezeichnet man den Vorgang, bei dem das
Jungfernhäutchen ("Hymen" des Mädchens durch das Eindringen desPenis durchtrennt wird.

Das Jungfernhäutchen ist eine dünne Hautmembran, die am Scheideneingang liegt. Eine Öffnung ermöglicht den Abfluss von Scheidensekret und Menstruationsblut. Viele Mädchen haben Angst davor, dass sie beim "
ersten Mal" Schmerzen haben, nämlich dann, wenn das Jungfernhäutchen reisst. Manchmal kann es tatsächlich beim Eindringen des Penis einen kurzen, ziependen Schmerz geben und häufig fließt dabei auch etwas Blut. Das ist aber völlig normal.

Manche Mädchen spüren bei der Defloration hingegen überhaupt keinen Schmerz, zum Beispiel wenn sie sich, ohne es zu bemerken, selbst "entjungfert" haben. Dies kann beim Einführen von
Tampons , beim Sport oder bei derSelbstbefriedigung geschehen sein.

Bei Jungs herrscht oft der Aberglaube, dass eine Entjungferung extrem anstrengend ist, "weil man ja das Häutchen durchstoßen muss". Das ist natürlich totaler Quatsch. Berührt die Penisspitze beim Eindringen das Jungfernhäutchen, spürt der Junge lediglich einen kleinen Widerstand. Mit einem kurzen, schnellen Stoß kann dieses "Hindernis" ganz leicht überwunden werden.

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Erektion

Genau im falschen Moment wird der
Penis steif und, wenn er eigentlich steif werden sollte, tut sich nichts... Die meisten Jungen und Männer können davon ein Lied singen.

Aber, wie funktioniert das eigentlich, dass der Penis steif wird? Dafür sind die drei Schwellkörper, die unter der Penishaut liegen, verantwortlich. Meldet das Gehirn, dass du gerade sexuell gereizt wirst, egal ob in der Fantasie, oder du jemanden siehst, den du sexy findet, oder wenn dein Penis von jemanden stimuliert wird, dann füllen sich die Schwellkörper mit Blut und der Penis wird steif. Zwei Schwellkörper verlaufen oben am Penis, einer unten und dessen Verlängerung ist die Eichel.

Es ist auch ganz normal, dass du während oder kurz nach einer Erektion nur schwer oder gar nicht urinieren kannst. Nämlich deshalb, weil während dein Glied steif ist, die Harn-Samenröhre zusammengedrückt wird.

Wenn du eine Erektion hast, muss es nicht zum
Samenerguss kommen. Lässt der sexuelle Reiz nach, wird der Penis normalerweise auch wieder schlaff. Nach einem Samenerguss lässt die Erektion schlagartig nach, der Penis bleibt aber noch einige Zeit vergrößert. Erst nach dieser "Erholungszeit", die zwischen zehn Minuten und über einer Stunde dauern kann, kann es wieder zu einer Erektion kommen. Die Zeitspanne ist individuell verschieden und beides ist normal.

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Das erste Mal

Dein Herz klopft wie wild, in deinem Bauch tummeln sich 1000 Schmetterlinge und du willst nur noch eines: Deinem Freund/deiner Freundin so nah wie noch nie zuvor sein, zum ersten Mal mit ihm/ihr schlafen. Doch plötzlich machen sich da so unangenehme Gedanken breit: "Mache ich auch alles richtig?", "Und wenn ich mich total blöd anstelle?".

Solche Hirngespinste sind völlig verständlich, schließlich hattest du noch nie "richtigen Sex" und weißt gar nicht, wie sich das anfühlt und was du machen sollst. Die Mädchen haben meist große Angst davor, dass es weh tun könnte, wenn der Junge in sie eindringt. Und viele Jungs haben Schiss, dass sie zu früh kommen oder im Gegenteil vor lauter Nervosität die
Erektion nachlässt.

Deshalb musst du dir gar keinen Kopf darum machen, dass du dich bei deinem Partner blamieren könntest. Beim ersten Sex sind beide wahnsinnig aufgeregt und beide machen sich eine Menge Gedanken. Wenn euer Partner jedoch schon "erfahren" ist - noch besser: Er wird sich garantiert noch an sein erstes Mal erinnern und wird dann wissen, wie du dich gerade fühlst!

Die erste Voraussetzung, die du und dein Freund/deine Freundin für das erste Mal erfüllen müssen, lautet: Ihr müsst es von ganzem Herzen wollen - und zwar beide! Sich überreden lassen gilt nicht, du musst dir sicher sein, dass du mit deinem Partner schlafen willst. Auch ganz wichtig: Lass dich nicht unter Erfolgsdruck setzen! Das erste Mal wird bei ganz wenigen Pärchen der Superbringer oder der Mega-Knaller - auch wenn ihr sicher im Freundeskreis schon anderes gehört habt. Aber erzählen kann man viel! Und je weniger ihr vom ersten Mal erwartet, um so weniger könnt ihr enttäuscht werden. Vielleicht wird's ja superschön, aber es ist überhaupt nicht schlimm, wenn das nicht so ist.

Und auch die
Verhütung solltet ihr nicht vergessen! Am angenehmsten ist es, wenn das Mädchen diePille nimmt. Wenn hundertprozentig sicher ist, dass keiner von euch beiden an einer ansteckendenGeschlechtskrankheit (AIDS,Hepatitis, Tripper o.ä.) leidet, müsst ihr nicht auch noch an einKondom oder andereVerhütungsmittel denken.


Hier noch ein paar Tipps, wie ihr ein stressiges erstes Mal vermeiden könnt:
- Macht es euch richtig gemütlich: Schmusi-Musi und gedämpftes Licht verhelfen zu einer entspannten Atmo. Für die richtige Entspannung sorgt auch ein romantisches Bad zu zweit!
- Vergewissert euch, dass ihr keinen ungebetenen Besuch bekommt. Wenn ihr euch sicher seid, dass niemand in euer Zimmer platzt, bleibt der Kopf frei für schöne Gedanken.
- Lasst es langsam angehen. Nehmt euch alle Zeit der Welt - streichelt, kuschelt und knutscht ohne Ende! Das Mädchen muss völlig entspannt sein, wenn der Junge in sie eindringt. Legt eine Pause ein, wenn sich das Mädchen verkrampfen sollte. Und erschreckt nicht, wenn es dabei ein wenig bluten sollte (bei manchen Mädchen ist das aber auch nicht der Fall). -

Aber ihr werdet sehen, es ist alles viel einfacher, als es sich anhört. Macht euch keine Sorgen. Wenn ihr einfühlsam mit eurem Partner seid, kann eigentlich gar nichts schief gehen. Und wenn doch, dann gibt es ja noch dieses herrlich altbackene Sprichwort: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
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Frauenarzt: Wann muss ich hin?

Es gibt ein paar Anzeichen, die einen Besuch beim Frauenarzt dringen notwendig machen. Zunächst sind da körperliche Auffälligkeiten oder Beschwerden:

- Du bist 15 oder 16 und hattest deine Periode noch nie.
- Du bist 15 oder 16 und deine Periode ist immer noch extrem unregelmäßig.
- Du hast körperliche Beschwerden wie: Schmerzen im Unterleib, Jucken oder/und Brennen im Scheidenbereich und der Schamgegend.
- Du hast verfärbten und/oder übel riechenden
Scheidenausfluss
- Deine Brüste zeigen komische Veränderungen.

Ein anderer, häufiger Anlass für den ersten Besuch beim Gynäkologen ist die Sache mit der Pille. Denn wenn du hormonell verhüten willst, musst du dich erst untersuchen lassen und dann auch regelmäßig (meist alle 6 Monate) zur Kontrolle.

Du fühlst dich aber total gesund? Trotzdem ist ein Frauenarztbesuch irgendwann ratsam, vor allem dann, wenn du anfängst, Sex zu haben - schon alleine wegen der Verhütungsfrage . Außerdem kannst du auch krank sein, ohne dass du es selbst merken kannst.

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G-Punkt

Beim G-Punkt tun sich zwei Fragen auf: Warum hat er einen so seltsamen Namen? Und was ist an ihm so besonders? Der G-Punkt heißt so, weil er nach seinem "Entdecker", dem Gynäkologen Ernst Gräfenberg benannt wurde. Er ging davon aus, dass eine Frau keinen Orgasmus hat, wenn nur ihre Klitoris stimuliert wird. Gräfenberg fand eine Zone, die besonders sensibel ist: Sie liegt etwa vier bis fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt, hinter der Scheidenvorwand. Der G-Punkt befindet sich nicht direkt in der Scheidenwand, sondern dahinter in der Nähe der Harnröhre, die ein Gewebe hat, das bei Erregung anschwellen und hart werden kann - wie der
Penis beim Mann.
Mittlerweile sind sich die Forscher einig: Den G-Punkt gibt es wirklich, und jede Frau hat ihn. Doch nicht jede fühlt sich bei einer Stimulation des G-Punktes erregt. Das ist vergleichbar mit der Stimulierung von Brustwarzen - oder gekitzelt werden, manche lachen sich tot, und manche merken überhaupt nichts. Wer jedoch seinen G-Punkt mal austesten möchte: In der
Missionarsstellung ist eine Stimulation des G-Punktes eher schwierig. Statt dessen soll Sex"a tergo" erfolgversprechend sein.

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gleichzeitiger Orgasmus

Welcher Idiot hat eigentlich das Ammenmärchen aufgebracht, dass nur ein gemeinsamer
Orgasmus ein guter Orgasmus ist?! Verabschiedet Euch ganz schnell von dieser Vorstellung!

Klar, im Film sieht das alle simmer total einfach aus: Da kommen immer beide Partner mühelos gleichzeitig zum Höhepunkt. Die Wirklichkeit sieht aber eben ein bisschen anders (aber deswegen keineswegs schlechter) aus.

Gemeinsam zum Orgasmus zu kommen, gelingt nur in den seltensten Fällen und wenn, dann hauptsächlich Paaren, die sich schon sehr lange kennen und die gut "aufeinander eingespielt" sind. Aber selbst dann ist der gemeinsame Orgasmus nicht gewährleistet.

Wie schnell wir zum Höhepunkt kommen, hängt von einer Menge Faktoren ab: Seid Ihr hundertprozentig ungestört? Habt Ihr die Frage der
Verhütung geklärt? Wie bist Du allgemein drauf? Hast Du Streß in der Schule oder Zoff mit Freunden oder sogar Deinem Partner? Plagen Dich irgendwelche Ängste oder Sorgen? Wie ist das Umfeld - fühlst Du Dich gerade wohl oder bist Du abgelenkt? Stimuliert Dein Partner/ Dein Partnerin Dich so, wie es Dir gefällt? All das und noch vieles andere kann Einfluss auf den Orgasmus haben.

Weil jeder das sexuelle Beisammensein, abhängig von diesen Faktoren, von jedem Menschen ganz unterschiedlich erlebt, kommt eben auch jeder zu unterschiedlichen Zeiten zum Höhepunkt. Laut Statistik kommen ganze 10% aller Paare gleichzeitig zum Orgasmus. Für die allermeisten Paare ist der Sex ebenso schön und lustvoll, auch wenn sie nicht gleichzeitig "kommen". Wenn es Euch gelingt, ist das schön, aber rennt bitte nicht einem solch unsinnigen Ideal hinterher.
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Höhepunkt

Um keinen Sexbegriff wird so viel Tamtam gemacht: Der Orgasmus oder Höhepunkt - den "Gipfel der Lust", das "Höchste der Gefühle". Aber nun mal Klartext! Wie fühlt sich der Orgasmus, der sexuelle Höhepunkt nun wirklich an?

Das ist keine einfache Frage - denn es gibt darauf keine alleinige, richtige Antwort. Ein Orgasmus kann sehr unterschiedlich erlebt werden. Wenn du eine angenehme Entspannung fühlst, kann das schon ein leichter Orgasmus sein. Es geht aber auch eine Nummer größer: Vom Geschlechtsbereich können "Kribbelwellen" ausgehen, die am ganzen Körper zu spüren sind. Es können sich auch die Muskeln kurz zusammenziehen, und durch die entstehenden Zuckungen fühlt es sich so an, als würde dein Körper "beben".

Je nach dem, in welcher Stimmung ihr gerade seid, wie lange das Vorspiel gewesen ist und wie erfahren ihr schon seid, kann der Orgasmus ganz unterschiedlich intensiv ausfallen.

Jungs wissen, wann sie einen Orgasmus erleben, denn normalerweise haben sie gleichzeitig einen
Samenerguss.

Die Mädchen machen sich da schon mehr Sorgen. Was ihr mögt , was euch guttut und was euch letztendlich die schönen Gefühle macht, könnt ihr am allerbesten bei der
Selbstbefriedigung herausfinden.

Generell gilt: Aber am besten ist, man versucht erst gar nicht, daran zu denken, wann es denn endlich so weit ist. Je mehr ihr dem Orgasmus hinterher hetzt, desto schwieriger wird es, sich wirklich fallen zu lassen und ihn tatsächlich zu erleben. Seid entspannt, lasst den Kopf frei für eure Gefühle und belastet euch nicht mit unnötigen Orgasmus-Gedanken. Bloß nicht ungeduldig werden! Viele Frauen empfinden den Sex auch ohne Höhepunkt als sehr schön und befriedigend
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Kondom

Das Kondom, auch Präservativ oder Pariser genannt, ist ein hauchdünner Überzieher aus Latex. (Früher verwendete man sogar Fischblasen und andere Naturmaterialien). Das Kondom dient zum Schutz vor
Schwangerschaften,AIDS undGeschlechtskrankheiten, da es den Austausch von Körperflüssigkeiten verhindert.

Benutzt ihr das Kondom richtig, ist es ein sicheres Verhütungsmittel. Am besten, ihr übt das Überrollen schon vorher an einem länglichen Gegenstand (z.B. Kerze, Banane). Achtet darauf, dass beim Aufreißen der Packung das Kondom nicht einreißt. Also Vorsicht mit den Fingernägeln! Sonst können winzige Löcher entstehen, die das
Sperma durchlassen.

Wichtig:
Kondome sollten an einem kühlen Ort, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Auf jeder Packung ist ein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt, das nicht überschritten sein darf! Das Material könnte sonst porös und damit für Sperma durchlässig sein.

Handhabung:
Vorne am Kondom ist ein kleines Hütchen. Diese Spitze mit Daumen und Zeigefinger festhalten, mit dem anderen Daumen und Zeigefinger das Kondom bei zurückgezogener Vorhaut (!) an der Penisspitze aufsetzen und langsam überrollen. Es sitzt richtig, wenn das Latex den Penis ganz umschließt und das Hütchen Platz hat - da soll nämlich das Sperma aufgefangen werden. Nach dem
Samenerguss zieht man(n) den Penis samt Kondom aus der Scheide (das Kondom dabei am Penisschaft festhalten). Nicht warten, bis das Glied erschlafft ist, sonst könnte das Kondom abrutschen.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung der Innen- und Außenseite des Kondoms. Also vorher genau gucken, auf welcher Seite das Spermareservoir nach außen gestülpt ist. Solltet Ihr das Kondom versehentlich mit der falschen Seite angesetzt haben, lieber ein neues nehmen. Denn es könnte bereits durch den
Lusttropfen Sperma an die Latexhaut gelangt sein.

Kondome können nur einmal benutzt werden und gehören nach Gebrauch nicht in die Toilette: Verstopfungsgefahr! Vorsicht übrigens mit Gleitmitteln - manche (z.B. Babyöl) machen das Latex porös, also durchlässig. Am besten Packungsbeilage lesen. Die Spaßkondome mit kleinen Figuren drauf sehen zwar cool und witzig aus, aber zu mehr sind sie meist nicht zu gebrauchen! Achtet beim Kauf auf das Gütesiegel "CE".

Manche empfinden es als lästig, mitten in der "heißen Phase" zum Kondom zu greifen, es auszupacken und überzustülpen. Tipp: Wenn ihr das Kondom mit ins Liebesspiel einbezieht, vermeidet ihr lusttötende Pausen! Beispiel: Sie packt das Kondom aus und stülpt es ihm ohne Hast über, dabei streichelt sie seine Lenden und den Penis mit der anderen Hand weiter.

Kosten:
pro Stück ab etwa 0,50.-€

Vorteile:
- schützt auch vor AIDS und Geschlechtskrankheiten
- kaum Nebenwirkungen (selten: Latexallergie)
- kann bequem und diskret in Drogerien, Apotheken und im Supermarkt gekauft werden

Nachteile:
- braucht etwas Übung
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Küssen

Ob lang und feucht oder kurz und freundschaftlich: Küssen macht Spaß. Ihr verabschiedet gute Freunde mit Küsschen auf die Wange oder küsst euren Partner leidenschaftlich. Es gibt viele gute Gründe sich zu küssen und für jeden Anlass auch den passenden Kuss. Es gibt das Küsschen auf die Wange, mal links, mal rechts, den dicken fetten Schmatz auf den Mund und Küsse mit viel Liebe. So könnt ihr euren Partner ganz lange auf die Lippen küssen. Oft wird daraus ein
Zungenkuss. Aber man kann sich auch am Rest des Körpers küssen, kann den Körper des Partners zärtlich liebkosen und den Partner mit Küssen, Lecken und zarten Bissen verwöhnen.

Der durchschnittliche Deutsche küsst übrigens etwa neun Mal am Tag. Falls ihr mal im Ausland knutschen wollt, solltet ihr folgendes beachten: In Frankreich solltet ihr Freunde oder Bekannte mit zwei Wangenküssen begrüßen. Das ist dort üblich. Wenn euer Schwarm in Japan lebt, dann solltet ihr besser auf öffentliches Rumknutschen verzichten. Küssen gehört dort zum Vorspiel und somit hinter verschlossene Türen. Auch in Indien solltet ihr nicht auf der Straße küssen. Wenn ihr einen Eskimo in der Arktis küssen wollt, dann nicht mit den Lippen! Eskimos reiben ihre Nasen aneinander. Ganz krass sind die Papua-Neugineaer: Dort beißen sich Liebende die Wimpernspitzen ab und saugen an Lippe und Zunge, bis das Blut fließt. Naja, wenns schön macht...

Der längst Kuss der Welt zwischen den US-Amerikanern Mark und Roberta Griswold dauerte übrigens 29 Stunden. Ob das dann noch so richtig Spaß machte?
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Löffelchenstellung

Bei der sogenannten "Löffelchenstellung" führt der Mann seinen Penis von hinten in die Scheide ein. Die Frau liegt dabei vor dem Mann. Um das Eindringen zu Erleichtern, kann die Frau dem
Penis behutsam mit der Hand den Weg zeigen. Durch Anziehen der Knie oder entgegenstrecken ihres Pos kann die Partnerin ihm das Eindringen erleichtern.

"Löffelchenstellung" heißt das deshalb, weil das Paar dabei, von oben betrachtet, wie zwei eng an einander liegende und sich optimal zusammen anpassende Löffel hintereinander geschmiegt liegen kann. Diese Stellung hat nichts mit
Analverkehr zu tun, da der Mann in die Scheide der Frau und nicht in den After eindringt.Vorteil bei dieser Stellung ist, dass der Mann die Hände frei hat, um die Frau zusätzlich zu streicheln oder ihrenKitzler zu stimulieren.

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Missionarstellung

Die Missionarsstelllung ist für das Mädchen die bequemste und beliebteste aller Stellungen beim Geschlechtsverkehr. Dabei liegt das Mädchen mit geöffneten Schenkeln und leicht angewinkelten Beinen auf dem Rücken. Der Junge liegt oder kniet über dem Mädchen. Er stützt sich mit den Armen links und rechts ab. In dieser Stellung kann er besonders leicht und behutsam in das Mädchen eindringen. Dadurch eigent sich die Stellung besonders gut für das "
erste Mal". Das Mädchen kann die Beine um die Hüfte des Jungen schlingen und so seine Bewegungen ein wenig mitsteuern. Das besonders Schöne an der Missionarsstellung ist, dass sie sehr liebevoll ist, da sich die Partner sich die ganze Zeit in die Augen sehen und schmusen können.

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Oralverkehr

Bei Oralverkehr unterscheidet man grundsätzlich zwischen Fellatio und
Cunnilingus.

Fellatio, oder
Blow-Job und einen blasen, nennt man es, wenn das Mädchen denPenis des Jungen mit Lippen und Zunge küsst, leckt oder daran saugt.

Cunnilingus heißt es, wenn der Junge die Vagina des Mädchen mit dem Mund stimuliert. Hat ein Paar gleichzeitig Fellatio und Cunnilingus, dann nennt man diese Stellung "69". Dabei liegt einer der Sexpartner auf dem anderen und hat den Penis bzw. die Vagina in Gesichtshöhe, um diese(n) mit dem Mund verwöhnen zu können.

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Petting

Petting machst du, wenn du und dein Partner euch am ganzen Körper - auch an den Geschlechtsteilen - berührt, streichelt, küsst, leckt und aneinander knabbert. Wie so oft, ist auch hier erlaubt, was beiden Spaß macht. Geschlechtsverkehr gehört jedoch eigentlich nicht zum Petting.

Wenn du dir unsicher bist, was deinem Partner gefällt, dann gibt es kein Buch, dass dir helfen kann. Entweder, du redest also mit deinem Partner darüber, oder du achtest auf Signale, wie etwa erregtes Atmen oder Stöhnen, während du etwas Bestimmtes machst. Oft ist es so, dass Berührungen, die dir selbst gefallen, auch dein Partner gerne hat.

Empfindlich für Berührungen sind der Hals, der Nacken, die Brustwarzen (auch bei vielen Jungs) und der Nabel. Der
Penis ist beim Jungen ähnlich lustempfindlich, wie die Vagina des Mädchens. Neben Streicheln könnt ihr euch natürlich auch an all diesen Körperteilen küssen oder - ganz vorsichtig - beißen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr beim Petting ein
Kondom benutzen, da sonst vielleichtSperma, oder derLusttropfen an die Scheide kommt und das Mädchen so ungewollt schwanger werden könnte. Außerdem schützt es vorAIDS undGeschlechtskrankheiten.

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Pille

Verhütung darf natürlich nicht vergessen werden, wenn du mit deinem Freund/ deiner Freundin schlafen möchtest. Vielleicht findet ihr, dassKondome umständlich sind, die Romantik zerstören können und so schnell kaputt gehen? Einfacher ist es da natürlich mit der Pille, die aber auch unangenehme Nebenwirkungen haben kann.

Die Pille gilt als sehr zuverlässiges Verhütungsmittel und wird täglich vom Mädchen eingenommen. Eine Packung enthält 21 kleine Tabletten. Empfängnis verhütend ist die Pille wegen der darin enthaltenden weiblichen Hormone (künstliche Östrogene und Gestagene), die auf drei Arten wirken:
Sie hemmen den
Eisprung, so können sich dieSpermien des Jungen nirgends einnisten. Außerdem verhindern sie, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verflüssigt - die Spermien können also erst gar nicht in die Gebärmutter wandern. Und die Schleimhaut in der Gebärmutter wird nicht richtig aufgebaut, so dass sich selbst ein befruchtetes Ei dort nicht einnisten könnte.

Es gibt rund 60 verschiedene Pillensorten, in jeder Pille ist eine andere Menge an Hormonen vorhanden. Der Verhütungseffekt bleibt aber - bei richtiger Einnahme! - bei jeder Pille gleich. In Einphasenpräparaten ist in jeder Pille der gleiche Anteil Östrogen und Gestagen enthalten.

Die zwei, bzw. drei verschiedenen Pillenarten in einer Packung bei Zwei- und Dreiphasenpräparate sind unterschiedlich zusammen gesetzt und genau auf deinen weiblichen
Zyklus abgestimmt. Es ist also sehr wichtig, sich genau an die Reihenfolge in der Packung zu halten. Und dann gibt es noch die sogenannte Minipille, die nur Gestagen enthält und immer zum genau gleichen Tageszeitpunkt eingenommen werden muß. Auch die anderen Pillen sollten in etwa zum selben Zeitpunkt genommen werden.

Nach 21 Pillen machst du eine Pause von sieben Tagen. In dieser Zeit bekommst du deine
Periode, eine sogenannte Abbruchblutung. Nach den sieben Tagen geht es dann mit der nächsten Packung weiter.

Welche Pille für dich am geeignetsten ist, muss die Frauenärztin/der Frauenarzt mit dir gemeinsam entscheiden. Denn die verschiedenen Pillen werden auch unterschiedlich gut oder schlecht vertragen. Ab wann die Pille genommen werden "darf", darüber gibt es keine einheitliche Meinung. Nur dein Hormonhaushalt und der Monatszyklus sollten relativ ausgeglichen sein. Das ist meist zwei bis drei Jahre nach der ersten Monatsblutung der Fall.

Pille vergessen? - Keine Panik!
Klar kann es passieren, dass du einmal die Pille vergisst. Das ist aber nicht weiter schlimm, wenn das nicht mehr als 12 Stunden her ist. Hast du zum Beispiel die letzte Pille am Tag vorher um 7 Uhr morgens genommen und bemerkst in der Schule, dass du die Einnahme an diesem Morgen vergessen hast, kannst du das noch bis 19 Uhr nachholen. Danach ist aber für diesen Zyklus kein gesicherter Empfängnisschutz mehr gegeben und ihr müsst anders verhüten. Die Pillenpackung musst du trotzdem zu Ende nehmen, sonst kommt alles durcheinander. Ab der ersten Pille der neuen Packung geht dann alles wieder klar.

Die Pille kann aber auch dann nicht mehr voll wirken, wenn du dich 2-4 Stunden nach der Einnahme erbrichst. Durchfall oder bestimmte Medikamente, z.B. Antibiotika, beeinträchtigen die Wirkung der Pille ebenfalls.

Manchmal wäre es schön, wenn du die Tage verschieben könntest, oder? Zum Beispiel wenn du einen wichtigen Wettkampf hast oder in den Badeurlaub fahren willst. Mit der Pille geht das, dann lässt du einfach die übliche Pause zwischen den Packungen weg und nimmst die nächste Packung direkt im Anschluss weiter. Oder du lässt ein paar der letzten Pillen in der Packung weg, machst sieben Tage Pause und fängst dann die nächste Packung wieder ganz normal an. Klingt zwar einfach, aber trotzdem solltest du das mit deinem Arzt oder deiner Ärztin vorher besprechen!

Du bekommst die Pille in der Apotheke, wenn du ein Rezept vom Arzt oder der Ärztin bekommen hast. Bis zu deinem 18. Lebensjahr gibt es die Pille sogar kostenlos auf Krankenkassenrezept und in sozialen Härtfällen bezahlt sie sogar das Sozialamt auf Antrag.


Kosten:
pro Monat ab ca. 7€-20€

Vorteile:
- Die Verhütung ist sehr sicher.
- Du kannst jederzeit Sex haben, keine anderen Maßnahmen nötig
- Die Pille wirkt gegen Menstruationsbeschwerden und Akne, der Zyklus ist regelmäßig und die Blutung kürzer und schwächer
- Sie schützt vor Gebärmutter- und Eierstockkrebs


Nachteile:
- kein Schutz vor AIDS oder
Geschlechtskrankheiten
- Du mutest deinem Körper ständig künstliche Hormone zu
- Du musst jeden Tag an die Einnahme denken
- Das Risiko, an Durchblutungsstörungen und Herz- und Kreislaufstörungen zu erkranken, ist größer
- Wenn du viel rauchst, erhöhst du das Risiko für einen möglichen Schlaganfall; du solltest die Pille dann lieber gar nicht nehmen
- Es gibt sehr viele mögliche Nebenwirkungen: Zwischenblutungen, Gewichtszunahme, Übelkeit, Müdigkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten, Lustlosigkeit, etc.
- Bei übergewichtigen Frauen besteht ein erhöhtes Risiko, eine Thrombose (Blutgerinnsel) zu bekommen

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Safer Sex

"Safer sex" (engl. Safe = sicher) ist eine Bezeichnung für den sicheren Geschlechtsverkehr, bei dem man sich nicht mit
sexuell übertragbaren Krankheiten wieAIDS,Tripper,Hepatitis o.ä. anstecken kann, weil man sich mit einemKondom schützt. Beim Safer Sex wird also vermieden, dassSperma, Scheidenflüsigkeit oder Blut in den Körper des Partners/ der Partnerin gelangt.
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